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Autorität?

In der aktuellen Ausgabe der TPS [Theorie und Praxis der Sozialpädagogik] schreiben Christine Ordnung und Corinna Sahl über Spielarten der Autorität und wenden sich besonders der persönlichen Autorität zu. Persönliche Autorität kommt ohne Zeigefinger aus. Sie gleicht eher einem inneren Kompass, der Orientierung gibt und von da aus nach außen wirken kann. Jesper Juul hat das Bild des Leuchtturms geprägt, der klare Signale sendet und dadurch Orientierung ermölicht. Bleiben die Signale aus oder ändern sich ständig, entsteht Unsicherheit. Kinder verlieren den Halt und beginnen selbst nach Orientierung zu suchen, vielleicht indem sie die Grenzen der Erwachsenen suchen, selbst versuchen die Führung zu übernehmen, oder aber sie ziehen sich zurück.
Zur eigenen persönlichen Autorität zu finden bedeutet, sich auf einen Weg zu sich selbst zu machen. Das heißt, die eigenen Werte, Möglichkeiten und Grenzen in Beziehungen zu erkunden. Dieser Weg ist für viele von uns durch Relikte der Gehorsamskultur verstellt. Durch Erwartungen, wie Autorität auszusehen hat, Bilder von Führung, die wir verinnerlicht haben, oder durch die Erfahrungen, die wir als Kinder selbst gemacht haben.

Die TPS [Theorie und Praxis der Sozialpädagogik] hat dem Thema Autorität eine ganze Ausgabe gewidmet.

Den Beitrag von Christine Ordnung und Corinna Sahl „Ein Wickeltisch und ein bisschen Frieden“ können Sie hier lesen.

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